Beiträge in der Kategorie “Recherche”.

Ohne Bullrichs kein »Schwarzer Kanal«

Wieder einmal hat sich die Märkische Allgemeine am 17.09.2012 der Familie Bullrich aus Teupitz und ihrer (angeblichen) Verbindung zu Karl-Eduard von Schnitzler, dem Chef-Agitator des Fernsehens der DDR – auch “Sudel-Ede” genannt – gewidmet. Schnitzler hatte ja behauptet, seine Großmutter entstamme einer außerehelichen Liason seiner Urgroßmutter, die mit dem Magensalz-Fabrikanten Bullrich verheiratet gewesen sei, mit dem späteren Kaiser Friedrich III. (»99 Tage-Kaiser«). Auch in diesem Artikel greift die Zeitung auf die Recherche des Familienforschers Werner Timann und mein Buch »Bullrich Salz – Marke, Mythos, Magensäure« zurück.

Tatsächlich sind aber auch die Teupitzer Bullrichs eng mit Bullrich-Salz verbunden: Nichte und Neffe des August Wilhelm Bullrich, die in Teupitz aufwuchsen, führten die Geschäfte des Bullrich Salz-Erfinders bis zum Verkauf der Firma im Jahre 1920.



Pressevorberichterstattung zu »Mittendrin«

Zu »Mittendrin – Die evangelische Kirche in Solingen-Wald« haben das Solinger Tageblatt und die Stadtteilzeitung WALD aktuell zwei schöne Vorberichterstattungen veröffentlicht:

Solinger Tageblatt, 1. Oktober 2011

WALD aktuell, 5. Oktober 2011



Familiengeschichte

… und gleich noch eines:

Lange hatte ich schon geplant, die Familiengeschichte in Buchform zu gießen, aber man kommt ja selten dazu, alle Planungen auch tatsächlich zu realisieren. Der 90. Geburtstag meiner Tante bot sich als Gelegenheit geradezu an, ihr ein Buch über ihren Vater – meinen Großvater – zu schenken … quasi als Auftakt zur gedruckten Familienchronik. Obwohl mich dieser Großvater getauft hat, habe ich ihn nie kennengelernt, denn er lebte in der DDR und verstarb 1963. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich ihm dieses Buch habe widmen können.

Carl Friedrich Gerschwitz

Klappentext:

Carl Friedrich Gerschwitz, Sohn eines Missionars der Herrnhuter Brüdergemeine und Enkel eines Predigers, der später ebenfalls in die Missionsarbeit wechselte, setzte die Tradition seiner Vorfahren fort; zunächst als Lehrer und Pfarrer der Brüdergemeine, später als Pfarrer der schlesischen und der sächsischen Landeskirche.

Sein Leben zwischen kaiserlicher Kolonialzeit und Deutscher Demokratischer Republik, zwischen der Suche nach Heimat und den Strapazen der Flucht  ist gekennzeichnet durch den unerschütterlichen  Glauben an die Himmlische Führung und zeichnet ein Bild, das für seine Zeit so typisch ist – und doch ganz eigen.

Dieses Buch entstand auf Grundlage eines Lebensberichtes, den Carl Friedrich Gerschwitz wenige Wochen vor seinem Tode 1963 verfasste. Obwohl er mit großem Abstand aufgeschrieben wurde, atmet er die Aktualität der jeweiligen Stunde – so detailreich und plastisch richtet sich der Blick auf ein nicht immer einfaches und doch mit großer Demut geführtes Leben.



Der große Aussiger – Eine Annäherung an Johann Schicht

Heute habe ich das große Vergnügen, wieder einmal ein fertiggestelltes Buch zu präsentieren:

 

Der große Aussiger

 

Klappentext:

Im Jahre 2007 startete die Lokalzeitung von Usti nad Labem, »Ustecky denik«, eine Umfrage, wen ihre Leser für den größten und bedeutendsten Sohn der Stadt hielten. Der Sieger: Johann Schicht. Wer ist dieser Mann, der auch einhundert Jahre nach seinem Tod 1907 noch so populär ist, dass er zum »größten Aussiger« avancierte? Matthias Gerschwitz versucht in seinem Buch eine Annäherung an den nordböhmischen Menschenfreund und Kaufmann Johann Schicht sowie sein Lebenswerk: das Unternehmen Georg Schicht A.G. – die ›Schichtwerke‹ in Aussig an der Elbe.

Etwas zur Entstehung:

Als ich für mein Buch »Molle und Medaille« – die Geschichte der ältesten Kneipe Berlin-Charlottenburgs – recherchierte, führte mich mein Weg auch nach Aachen zu einem Enkel des Kneipengründers. Eine spätere zufällige Begegnung in Berlin führte diesen Enkel zu der Idee, die Geschichte seines Urgroßvaters aus der mütterlichen Linie – eben jenes Johann Schicht, der von 1855 bis 1907 lebte – in Buchform gießen zu lassen. So gab er mir den Auftrag zur Recherche und zum Schreiben des vorliegenden Buches sowie zur Produktion von 200 Exemplaren für seinen Eigenbedarf.

Bei der Recherche, die ich leider nicht vor Ort in Usti nad Labem (dem ehemaligen Aussig an der Elbe, auf halbem Wege zwischen Dresden und Prag gelegen) durchführen konnte, da das Stadtarchiv keine Unterlagen besitzt und das alte Firmenarchiv noch nicht gesichtet und sortiert ist, fand ich sehr spannende Dinge heraus: So spielt in einem Kapitel ein Berliner Restaurant eine Rolle, das Carl Zuckmayr als Spielort des 1. Aktes von »Des Teufels General« verwendet hat. Und es stellte sich heraus, dass die Idee des »Volkswagens« gar nicht von Ferdinand Porsche – und noch weniger von Adolf Hitler – stammt, sondern schon viel älter ist.

Die Georg Schicht A.G. – Johann Schichts Vater hatte sie gegründet, der Sohn aber auf den Weg zum Weltruhm gebracht – gehörte 1929 zu den Gründungsfirmen der österreichischen Unilever und ging 1939 in die mittlerweile deutsche Unilever auf. (Zur Unilever gehören Marken wie z.B. Rama und Lätta, Sunil und Omo, Iglo und Langnese etc.)

Da das Thema recht speziell ist und eine Zielgruppe jenseits der Familie verschwindend gering, kamen wir zu dem Entschluss, dieses Buch als reine Privatsache ohne offizielle Veröffentlichung zu erstellen. Trotzdem habe ich die Erlaubnis, Bücher auch extern zu verkaufen. Wer interessiert ist, kann ein Ex. für € 19,90 erwerben. Für Bestellungen aus dem Ausland muss ich leider € 5,00 Porto- und Versandkostenanteil berechnen. Ab einer Menge von drei (3) Büchern liefere ich portofrei.

eMail mit Rechnungsadresse genügt. Hier gibt’s was zum Schnuppern.



Neues Projekt wird pressetechnisch begleitet

Gerade komme ich von einer Recherchereise zurück. Meine Idee, einen Bildband über die ev. Kirche meines Heimatortes zu Gunsten der Denkmalstiftung dieser Kirche zu erstellen wurde begeistert angenommen … und findet reichhaltige Unterstützung.

Die Kirche verfügt über einen fast 1000-jährigen Turm, der das älteste Gebäude der Stadt ist und ist das beste Beispiel dafür, wie sich ein Dorf um eine Kirche entwickelt hat. Natürlich gibt es tausende solcher Kirchlein … aber mir ist diese nun mal besonders wichtig.

Auch die Lokalpresse konnte ich schon für das Projekt gewinnen. Heute erschien im »Solinger Tageblatt« der folgende Artikel:

Solinger Tageblatt, 4. März 2011



Recherche mit Medienunterstützung

Im März weilte ich für eine Woche in Solingen, um für eine neues Buchprojekt – diesmal keine Berliner, sondern eine Solinger Geschichte – zu recherchieren. Die beiden Tageszeitungen meiner Heimatstadt unterstützten das Projekt: Das Solinger Tageblatt – im WZ-Verbund – startete am 12. März 2009 einen Aufruf an die Leser, wer noch alte Fotos von einem bestimmten Areal habe, und die Solinger Morgenpost (Regionalausgabe der Rheinischen Post) brachte – nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ein wichtiges Dauerthema – einen Bericht aus dem Solinger Pendant. Zufälligerweise war ich anwesend und wurde prompt interviewt. Den Artikel vom 13.03.2009 sehen Sie hier.