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Ohne Bullrichs kein »Schwarzer Kanal«

Wieder einmal hat sich die Märkische Allgemeine am 17.09.2012 der Familie Bullrich aus Teupitz und ihrer (angeblichen) Verbindung zu Karl-Eduard von Schnitzler, dem Chef-Agitator des Fernsehens der DDR – auch “Sudel-Ede” genannt – gewidmet. Schnitzler hatte ja behauptet, seine Großmutter entstamme einer außerehelichen Liason seiner Urgroßmutter, die mit dem Magensalz-Fabrikanten Bullrich verheiratet gewesen sei, mit dem späteren Kaiser Friedrich III. (»99 Tage-Kaiser«). Auch in diesem Artikel greift die Zeitung auf die Recherche des Familienforschers Werner Timann und mein Buch »Bullrich Salz – Marke, Mythos, Magensäure« zurück.

Tatsächlich sind aber auch die Teupitzer Bullrichs eng mit Bullrich-Salz verbunden: Nichte und Neffe des August Wilhelm Bullrich, die in Teupitz aufwuchsen, führten die Geschäfte des Bullrich Salz-Erfinders bis zum Verkauf der Firma im Jahre 1920.



Der WDR feiert August Wilhelm Bullrich

Am 2. Juni wäre August Wilhelm Bullrich – Apotheker I. Klasse und Erfinder des Bullrich-Salz – 210 Jahre alt geworden. Der WDR widmete sich diesem Ereignis in seiner “Stichtag”-Sendung auf WDR 2:

Der Langtext des WDR zum Stichtag:

Zwei Kinoklassikern verdankt der Filmfan Matthias Gerschwitz die Idee zu einem Buch, das selbst alle Zutaten für ein spannendes Leinwand-Drama bietet. Mit dem geschulten Auge des “Werbefritzen” (O-Ton Gerschwitz) fallen dem Berliner Kommunikationswirt im deutschen Stummfilm “Berlin – Die Sinfonie der Grosstadt” von 1927 und in Ernst Lubitschs amerikanischer Komödie “Rendezvous nach Ladenschluß” (1940) mehrere Szenen auf, in denen ein bis heute gebräuchlicher Markenartikel eine Rolle spielt: das Bullrich-Salz.

Neugierig geworden recherchiert Gerschwitz die Geschichte des einst weltweit vertriebenen Magen-Heilmittels. Dabei deckt der Werbeprofi und Autor eine geradezu irrwitzige Firmen-Story auf, bei der man sich wundert, dass Bullrich-Salz als einer der ältesten deutschen Markenartikel in 185 Jahren nie aus Drogerien und Apotheken verschwunden ist.

Wunderbare Marketing-Idee

Die Geschichte beginnt mit dem am 2. Juni 1802 geborenen Berliner Apotheker August Wilhelm Bullrich. Der stattlich schlanke Hagestolz wird von Sodbrennen gequält, dem brennenden Schmerz in Hals und Magen, den bereits die alten Griechen als Pyrosis kennen. Ausgelöst durch unausgewogene Ernährung, oft in Verbindung mit Alkohol und Tabak, entsteht zu viel Magensäure, die in der Speiseröhre nach oben drängt. Mit Experimenten am eigenen Leib forscht der 25-jährige Bullrich nach einem Mittel, das die überschüssige Magensäure bindet. Er findet es im Natrium-Bikarbonat, einem einfachen Naturstoff. Noch aber ist Bullrich nur Angestellter und so hält er seine Erfindung zunächst geheim.

Erst 1834, als selbstständiger Unternehmer, beginnt Bullrich sein Salz in Papiertüten unter seinem Namen zu verkaufen und macht schnell glänzende Geschäfte. “Marketingtechnisch eine wunderbare Idee”, lobt der Werbeexperte Gerschwitz. “Einfach einen vorhandenen Grundstoff in Tüten zu füllen, seinen eigenen Namen draufzuschreiben und als Markenartikel zu verkaufen.” Bullrich ist so stolz auf seine Erfindung, dass er sie im ganzen Reich als “Universal-Reinigungs-Salz” gegen sämtliche Magen-Darm-Erkrankungen und sogar Cholera anpreist.

60-jähriger Salz-Krieg

Kinderlos und wohlhabend stirbt August Wilhelm Bullrich 1859 mit nur 57 Jahren. Seine Witwe übergibt die Firma A.W. Bullrich an eine Nichte, was umgehend die Geschwister des Firmengründers auf den Plan ruft. Sie melden ihrerseits Ansprüche auf das lukrative Geschäft an und gründen das Konkurrenzunternehmen C.W. Bullrich. Daraus entwickelt sich in den folgenden 60 Jahren eine bitterböse Familienfehde mit schier endlosen Betrügereien und Patentkriegen bis hin zu einem Mord. Ein beispielloses Firmen-Drama, dem der Autor Gerschwitz in seinem Buch “Bullrich-Salz: Marke, Mythos, Magensäure” akribisch nachgeht.

Im Jahr 1924 – alle Beteiligten des Bullrich-Kriegs sind längst gestorben – gelangen beide Firmen in den Besitz der Familie Spielhagen. Mit originellen Reklamesprüchen wie “Der Kater kommt vom Alkohol, doch Bullrich tut dem Magen wohl” oder “Bei jedem Brand die Feuerwehr, bei Sodbrand aber Bullrich her” macht sie das Magensalz überaus populär. Einige der Slogans stammen vermutlich aus der Feder von Elly Heuss-Knapp, der Ehefrau des späteren ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Vor ihrem Erfindungsreichtum als Werbetexterin zieht der Reklamefachmann Gerschwitz noch heute den Hut. Sein Lieblingsspruch: “Warte nicht, bis du ergrimmt bist. Nimm Bullrich-Salz, wenn du verstimmt bist.”

Die Sprüche passen sich dem Geschmack der Zeit an, das Produkt jedoch nicht. Bis in die Gegenwart ist der Sodbrand-Blocker, dessen Weltrechte seit 1982 ein hessisches Unternehmen hält, noch exakt dasselbe Produkt, das August Wilhelm Bullrich 1827 erfunden hat: reines Natrium-Bikarbonat.

Stand: 02.06.2012

Quelle



»Mittendrin«: Erfolgreiche Präsentation

Vor gut 200 Besuchern wurde am Mittwoch, den 23. November 2011, das erste Buch über eines der Solinger Wahrzeichen, der evangelischen Kirche Wald, in einer feierlichen Veranstaltung in eben dieser Kirche der Öffentlichkeit präsentiert: »Mittendrin« ist eine Kombination aus Bildband und Chronik; der großformatige hochwertige Band vermittelt die wechselvolle Geschichte der Gebäude am angestammten Platz bis hin zum bekannten, 1824 eingeweihten Bau in aufwändig recherchierter Geschichte und zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos. Der Großteil des Erlöses kommt der Denkmalstiftung Walder Kirche e.V. zugute, die sich der Erhaltung des Sakralbaus widmet.

Pfarrer Hartmut Schneider eröffnete die 90-minütige Veranstaltung mit einer Betrachtung des Begriffes »Mittendrin«, der ja viel mehr aussage als nur die rein örtliche Definition der Walder Kirche im Zentrum des Stadtteiles. Hans-Joachim Müller-Stöver, Vorstand der Denkmalstiftung, würdigte das Engagement des Autors Matthias Gerschwitz, der erst im Februar 2011 mit der Idee für das Buch und den daraus resultierenden Spenden an die Stiftung herangetreten war und das Projekt in nur wenigen Monaten realisierte. Ralf Rogge, Leiter des Solinger Stadtarchivs und selbst in Wald aufgewachsen, zeigte sich erfreut darüber, dass nun auch einem weiteren Wahrzeichen der Klingenstadt, zudem noch – mit dem Turm – dem ältesten Gebäude Solingens, ein würdiger Bildband gewidmet wurde.

Matthias Gerschwitz erzählte, wie er auf die Idee gekommen war und las im Anschluss einige Passagen aus dem Buch. Untermalt wurde die Veranstaltung von Sibylle Bujanowski (Geige) und Peter Gerschwitz (Cello), die Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger und Ludwig van Beethoven zum Vortrag brachten. Die Besucher dankten den Rednern wie auch den Musikern mit langem Applaus. Noch länger war anschließend die Schlange derer, die sich das Buch vom Autor signieren lassen wollten. Vorrätig ist der Bildband in der Solingen-Walder Buchhandlung »Bücherwald«. (Foto: Carsten CeKaDo Koch)

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten sowohl Solinger Morgenpost, Solinger Tageblatt als auch Radio RSG berichtet.



Gemeinschaftslesung in Essen am 2. Juli 2011

Ich möchte alle Leser/innen auf eine Veranstaltung aufmerksam machen, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat und zu der ich Euch gern begrüßen würde.

Am

02.07.2011 ab 19.00 Uhr
im Unperfekthaus Essen, Saal 222
Friedrich-Ebert-Str. 18
45127 Essen

(schräg gegenüber dem EKZ Limbecker Platz)

führt Carsten Koch durch ein gewaltiges Feuerwerk von 12 lesenden Autorinnen und Autoren der näheren und weiteren Umgebung.

Es werden gelesen und lesen:

Matthias Gerschwitz, Berlin
Manu Wirtz, Eifel
Michael Heinen-Anders, Köln
Cornelia Aistermann, Bielefeld
Mark Galsworthy, Berlin
Carsten Koch, Schwelm
Torsten Buchheit, Münchweiler
Ingolf Ludmann-Schneider, Berlin
Christina M. Passarelli, Bocholt
Bea Anders, Mülheim a.d. Ruhr
Pamela Menzel, Pulheim
Anke Höhl-Kayser, Wuppertal

Vom Katzenkrimi über Fantasy, Gedichte, Kurzgeschichten und – in meinem Falle: Lebenserfahrung mit HIV – bis zum heiteren Gartenlexikon ist alles dabei. Es wird ein bunt gemischtes Programm, bei dem für jeden etwas dabei ist.

Die lesenden Autoren stellen sich hinterher gern den Fragen der Besucher und wer gern einmal Bücher abseits des Alltäglichen lesen will, der ist hier genau richtig.

Das Unperfekthaus bietet den Besuchern der Veranstaltung eine fünfstündige Getränkeflatrate für 6,50 Euro. Mehr Kosten entstehen nicht, um diesen Hochgenuss der kleinen Literatur zu erleben. Es wird kein Eintrittsgeld erhoben.

Eine Bitte noch: Einige der Autoren stehen zum Teil zum allerersten Mal auf der Bühne und es wäre einfach wunderbar, wenn wir den Saal gut gefüllt bekämen. Bringt also Angehörige, Freunde, Bekannte und Leser Eures Blogs mit. Schreibt über diese Veranstaltung, verlinkt hierher oder “klaut” gern den ganzen Beitrag. Hauptsache ist, es macht allen Anwesenden viel Spaß. Wir Autoren tun alles dafür, was uns möglich ist.



»Bullrich«-Lesung am 6.8. in Mittenwalde/Spreewald

Am Freitag, den 6.8. lese ich in Mittenwalde/Spreewald (südlich von Berlin) aus meinem Buch »Bullrich-Salz: Marke · Mythos · Magensäure«. Dazu werden Fotos, Ton- und, wenn alles funktioniert, auch Filmdokumente gezeigt.

Heute erschien im Dahme-Kurier (Unterausgabe der Märkischen Allgemeinen Zeitung) dazu ein Artikel.

»Bullrich-Salz«, 1827 in Berlin erfunden, ist auch heute noch ein bewährtes Mittel gegen Sodbrennen, Magendruck und Völlegefühl. Hinter der kleinen blau-weißen Packung steht eine große Geschichte, die jeder TV-Serie Ehre machen würde: Betrug, Beleidigung, Mobbing, juristische Streitigkeiten, Diebstahl und … ein Mord.

Dazu seinerzeit (in den 20er und 30er Jahren) sehr fortschrittliches Marketing … bis hin zu einer Szene in dem wunderbaren Stummfilm »Berlin – Sinfonie der Großstadt«.  Die Familie Bullrich stammt übrigens aus Teupitz, nur wenige Kilometer von Mittenwalde entfernt – Bullrich kehrt also quasi heim.

Freitag, 6.8.2010 – 18.00 Uhr
Grundschule Mittenwalde
Schulstraße 1
15749 Mittenwalde

Dauer: Etwa 100 Minuten



Lesung in Solingen am 25. Mai 2010

Datum: Dienstag, 25. Mai 2010
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Solingen, Buchhandlung »Bücherwald«, Walder Kirchplatz 36

Solingen: Am 25. Mai bin ich zu Gast in der Solingen-Walder Buchhandlung »Bücherwald« und lese aus meinem neuen Buch “Das Haus in der Kaiserstraße” – die Geschichte des Hauses, in dem ich groß geworden bin.

Vorwort:

Erinnerung ist eine Form der Begegnung

Eine Postkarte ist schuld.

Vielleicht wäre ich nie auf die Idee gekommen, die Geschichte des Hauses zu recherchieren, in dem ich aufgewachsen bin, hätte ich nicht im Internet eine alte Postkarte entdeckt. Ein Ausschnitt daraus ziert die Titelseite, und die Bildunterschrift stand Pate für den Buchtitel: Das Haus in der Kaiserstraße, obwohl es zu meiner Zeit bereits an der Stresemannstraße stand.

Das nach bewährter bergischer Tradition in Fachwerk errichtete und verschieferte Gebäude kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken, hatte es doch in den nunmehr beinahe 180 Jahren seiner Existenz nicht weniger als neun verschiedene Anschriften, ohne sich auch nur ein einziges Mal vom Fleck zu bewegen. Und es verkörpert ein Stück Geschichte der bis 1929 selbständigen Stadt Wald, denn es ist Sinnbild der industriellen, der kirchlichen und der kulturellen Tradition des “Wauler Dorps”.

Das Wichtigste an einem Haus aber sind seine Bewohner, die dort liebten, lachten, litten und lebten. Es waren ungezählte Menschen – viel mehr, als ich in den unterschiedlichen Quellen herausfinden konnte. Sie alle lebten im Haus in der Kaiserstraße.

Ich war einer von ihnen.

Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr, mit 5 € Eintritt sind Sie dabei. Der »Bücherwald« bittet um vorherige Platzreservierung unter Tel.: 0212/318 319.

Übrigens: Es wird eine musikalische Untermalung geben. Wer und was? Überraschung!



Berliner Sparkasse goes “Endlich mal was Positives”

Die Berliner Sparkasse scheut auch vor Tabu-Themen nicht zurück. In der Mai-Ausgabe des Kundenmagazins Berliner Akzente erschien ein großer und informativer Bericht über mein Buch “Endlich mal was Positives” und mich. Ein herzlicher Dank für die ausgesprochen gute Arbeit geht an Jörg Oberwittler, der das Interview mit mir führte und diesen Artikel verfasst hat.



Lesung bei »Hoeck« am 8. Mai 2010

Am 8. Mai um 18.00 Uhr heißt es bei »Wilhelm Hoeck 1892« wieder einmal: Bücher frei! Unter dem Motto »HOECKst verwunderlich« lädt Matthias Gerschwitz zu einem literarischen Kneipenrundgang ein. Bekanntes und Unbekanntes, Fremdes und Eigenes, Gereimtes, Ungereimtes und Zusammengereimtes: Ein Streifzug durch die Welt der Romane, Chroniken ud Kurzgeschichten. Durch Kabarett- und Chansontexte. Texte über Männer und Frauen. Texte über Berlin. Und die anderen Themen.

Samstag, 8. Mai 2010
18.00 Uhr
»Wilhelm Hoeck 1892«
Wilmersdorfer Straße 149
10585 Berlin-Charlottenburg
Telefon: 030-341 81 74

Eintritt: € 7,00



Weitere Presseberichte zu “Das Haus in der Kaiserstraße”

Am 27. Februar berichtete das Solinger Tageblatt über mein neues Buch, am 3. März erscheint der folgende Artikel in der Stadtteilzeitung WALD aktuell. Ein herzlicher Dank an die Journalistinnen und den Fotografen!



Buchvorstellung im “Bücherwald”

Beim Pressegespräch zur Vorstellung des Buches “Das Haus in der Kaiserstraße” in der Buchhandlung Bücherwald in Solingen entstand dieses Foto, das der Fotograf der “Solinger Morgenpost”, Martin Kempner, mir freundlicherweise zur Verfügung stellte.