Unerwarteter Besuch im “Hoeck”

Große Überraschung in der letzten Woche: In der Gaststätte Wilhelm Hoeck 1892 steht Maria Elena Rüttler mit ihrem Mann Héctor Horacio Cuello. Beide sind aus Argentinien angereist, um auf den Spuren von Marias Großmutter zu wandeln. Die nämlich ist – bzw. war, denn sie ist nun auch schon seit etlichen Jahren verstorben – Ilse, die älteste Tochter von Wilhelm und Margarete Hoeck. Maria hatte in den Unterlagen die Geburtsurkunde gefunden, der sie die Adresse “Wilmersdorfer Straße 150″ entnahm. Als die beiden nun vor dem Haus standen, in dem Hoeck 1901 seinen Firmensitz hatte, stellten sie ungläubig fest, dass es nebenan eine Alt-Berliner Kneipe mit dem Namen “Hoeck” gibt.

Ilse Hoeck schien nach der Hochzeit mit einem Kaufmann aus Frankfurt/Oder und der Auswanderung nach Argentinien vergessen zu sein, denn ihre Spur hatte sich verloren. Mit Marias Besuch konnte nun eine Lücke in der Familie geschlossen werden. So stellte ich fest, dass der Eintrag zu Ilses Hochzeit im Register der Luisengemeinde Charlottenburg etwas undeutlich geschrieben war: Der Großvater von Maria Elena, dessen Namen ich als “Artur Küttler” entziffert hatte, hieß in Wirklichkeit “Oskar Rüttler”.

Beide Argentinier, vor allem aber Maria, waren sichtlich gerührt, bisher unbekannte Spuren ihrer Familie zu finden. Dass den beiden ein Exemplar meines Buches Molle und Medaille überreicht wurde, versteht sich von selbst. Genauso, wie die Freude über den Besuch mit einem frisch gezapften Kindl-Pils – natürlich stilecht aus “Hoeck”-Gläsern – gefeiert wurde. Die Gläser konnten sie natürlich auch mitnehmen. So geht der “alte Hoeck” im Jahre 2009 noch mal auf Weltreise…

Das Foto zeigt von links Héctor, in der Mitte Maria Elena und rechts Holger Wiedenhöft, den “Hoeck”-Wirt.

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