Letzter Beitrag.

»Molle und Medaille« in neuem Kleid!

Mit der Fund der Goldmedaille, die Horst Hoeck 1932 in Los Angeles errungen hat, ging auch eine Neuausgabe des 2008 erschienenen Buches einher – denn jetzt ist der Titel “Molle und Medaille« auf die schönste Weise komplettiert! Gleichzeitig mit dem neuen Kapitel über den Fund wurde der Text überarbeitet, einige Fotos ausgetauscht und die ganze Präsentation wertiger gemacht. Am Preis hat sich trotzdem nichts geändert!

Alles weitere hier.



Die Goldmedaille ist wieder da!

In “Molle und Medaille“, dem Buch über die Geschichte der der ältesten Charlottenburger Kneipe “Wilhelm Hoeck 1892“, hatte ich noch berichtet, dass sie als verschollen galt: die Goldmedaille, die Horst Hoeck, Sohn des Gründers der Gaststätte, bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles als Mitglied des Vierer mit Steuermann im Rudern errungen hatte. Nun ist sie wieder aufgetaucht. In einem vergessenen Safe hinter der Wand in einer Kleinmachnower Kindertagesstätte wurde sie bei Renovierungsarbeiten entdeckt.



Pizza Panorama – Reiseinspirationen vom Gardasee

Es ist angerichtet!

Wann hat es schon einmal eine 60-seitige Pizza zum Preis von € 5,- gegeben? Hier ist sie – eine Reiseinspiration als Folge meines diesjährigen Urlaubs am Gardasee.

Matthias Gerschwitz
Pizza Panorama
ISBN: 978-3-7357-7900-7
€ 5,00

[Bestellen bei Amazon (Print oder eBook)]

Wer heute nach Italien reist, begibt sich – ob bewusst oder unbewusst – auf die Spuren der ›Italienischen Reise‹, die Johann Wolfgang von Goethe von September 1786 bis Mai 1788 unternahm und bei der er auch am Gardasee Station machte. Matthias Gerschwitz hat sich vom größten See Italiens und seiner unvergleichlichen Umgebung mit den Städten Riva del Garda, Torbole, Limone sul Garda und Malcesine inspirieren lassen. Herausgekommen ist dabei ein Reigen an subjektiven Eindrücken. Möge dieser die Neugier auf ein umfassendes Panorama, das es zu entdecken gilt, wecken – und den Geschmack an dem, was schön und angenehm ist, treffen.

Guten Appetit!

 

Lesermeinungen:

  • “Schön gemacht, heiter erzählt: So sollten Bücher sein. Kann es nur weiterempfehlen!” (T. Buchheit)
  • “Wunderbar! Genau solche Texte passen so wunderbar zu Reisen.” (G. Fischer)
  • “Hinreißend geschrieben – man kann den Urlaub leben!“ (F. Becker)
  • “Das Buch hat mich echt begeistert!“ (Ch. Dreykluft)

Pressenotiz:



Sprichwörter, Nr. 2



Sprichwörter, Nr. 1



Gemeinschaftsprojekt: »Jede Menge Erben«

Die meisten meiner Bücher wurden im “on-demand“-Verfahren publiziert, d.h. sie werden erst nach Eingang einer Bestellung produziert und ausgeliefert. Das nimmt aber zumeist nur so wenig Zeit in Anspruch, dass die Kunden den Unterschied kaum feststellen. Ich bediene mich dort des Anbieters BoD aus Norderstedt bei Hamburg. Dieser bietet auf seiner Website auch ein Forum für Autoren und solche, die es werden wollen, an, in dem alle Fragen rund ums Schreiben und die Buchherstellung sowie viele andere Themen zum Teil recht kontrovers diskutiert werden.

Nun hat der BoD-Autorenpool – gestützt auf die Idee, Organisation ud Durchführung eines Mitglieds – ein Gemeinschaftsbuch herausgebracht, in dem 22 Autorinnen und Autoren ihre Erzählung zum Thema “Erbe“ beigesteuert haben. Einer von diesen Autoren bin auch ich – aber über die Erzählung “Der west-östliche Tresen“ hinaus zeichne ich auch für Buchtitel, Umschlaggestaltung und Klappentext verantwortlich. Des Weiteren betreibe ich auch eine Facebook-Seite, auf der alle 22 Autoren mit ihren Beiträgen der Reihe nach vorgestellt werden.

Jede Menge Erben“ (220 Seiten) kostet € 11,90 und ist im Buchhandel (ISBN 978-3-73223-678-7) sowie bei allen Online-Anbietern erhältlich.

Autoren
Manu Wirtz: »Gaias Erbe«
Andreas Hunziker: »Das Parushka-Syndrom«
Barbara Schilling: »Die kindliche Madonna«
Klaus Kesemeyer: »Nichts wurde mir vererbt«
Thomas Becks: »81er Beerenauslese«
Richard Bercanay: »Das Haus des Onkel Ev«
Heidi Christina Jaax: »Die Perlenkette«
Pamela Menzel: »Mutters Erbe«
Martin Abraham: »Das Filmerbe«
Kristina Kesselring: »Die Mutter aller Monster«
Michael Heinisch: »Sing mir eines deiner Lieder«
Maryanne Becker: »Das Kraft-Erbe«
Christel K. Haas: »Sauenpower«
Gabriele Hefele: »Der Fresstrieb«
Siegfried Dierker: »Wen juckt’s«
Grit Steinweller: »Helgas Martyrium«
Hans-Hubert Streusalzwiese: »Horror Vacui«
Arne Hilke: »Treue nach vorne«
Göran Fiedler: »Akademisches Fehlverhalten«
Philip Asazzino Bogner: »Nicht mehr hier«
Gerrit Fischer: »Die MeErkenntnis«
Matthias Gerschwitz: »Der west-östliche Tresen«



2222 Euro für die Denkmalstiftung

So übertitelte WALD aktuell die Meldung über die Scheckübergabe an die Denkmalstiftung Walder Kirche. Aus dem Verkauf des Bildbandes »Mittendrin« konnte Matthias Gerschwitz dem Vorstand am 30. August die Euro-Schnapszahl überreichen. Möglich wurde das durch die vielen Käufer des Buches, die mit dem Erwerb ihre Verbundenheit mit der Kirche und dem Stadtteil Wald ausdrückten. Ihnen allen gebührt ein großer Dank!



Ohne Bullrichs kein »Schwarzer Kanal«

Wieder einmal hat sich die Märkische Allgemeine am 17.09.2012 der Familie Bullrich aus Teupitz und ihrer (angeblichen) Verbindung zu Karl-Eduard von Schnitzler, dem Chef-Agitator des Fernsehens der DDR – auch “Sudel-Ede” genannt – gewidmet. Schnitzler hatte ja behauptet, seine Großmutter entstamme einer außerehelichen Liason seiner Urgroßmutter, die mit dem Magensalz-Fabrikanten Bullrich verheiratet gewesen sei, mit dem späteren Kaiser Friedrich III. (»99 Tage-Kaiser«). Auch in diesem Artikel greift die Zeitung auf die Recherche des Familienforschers Werner Timann und mein Buch »Bullrich Salz – Marke, Mythos, Magensäure« zurück.

Tatsächlich sind aber auch die Teupitzer Bullrichs eng mit Bullrich-Salz verbunden: Nichte und Neffe des August Wilhelm Bullrich, die in Teupitz aufwuchsen, führten die Geschäfte des Bullrich Salz-Erfinders bis zum Verkauf der Firma im Jahre 1920.



Der WDR feiert August Wilhelm Bullrich

Am 2. Juni wäre August Wilhelm Bullrich – Apotheker I. Klasse und Erfinder des Bullrich-Salz – 210 Jahre alt geworden. Der WDR widmete sich diesem Ereignis in seiner “Stichtag”-Sendung auf WDR 2:

Der Langtext des WDR zum Stichtag:

Zwei Kinoklassikern verdankt der Filmfan Matthias Gerschwitz die Idee zu einem Buch, das selbst alle Zutaten für ein spannendes Leinwand-Drama bietet. Mit dem geschulten Auge des “Werbefritzen” (O-Ton Gerschwitz) fallen dem Berliner Kommunikationswirt im deutschen Stummfilm “Berlin – Die Sinfonie der Grosstadt” von 1927 und in Ernst Lubitschs amerikanischer Komödie “Rendezvous nach Ladenschluß” (1940) mehrere Szenen auf, in denen ein bis heute gebräuchlicher Markenartikel eine Rolle spielt: das Bullrich-Salz.

Neugierig geworden recherchiert Gerschwitz die Geschichte des einst weltweit vertriebenen Magen-Heilmittels. Dabei deckt der Werbeprofi und Autor eine geradezu irrwitzige Firmen-Story auf, bei der man sich wundert, dass Bullrich-Salz als einer der ältesten deutschen Markenartikel in 185 Jahren nie aus Drogerien und Apotheken verschwunden ist.

Wunderbare Marketing-Idee

Die Geschichte beginnt mit dem am 2. Juni 1802 geborenen Berliner Apotheker August Wilhelm Bullrich. Der stattlich schlanke Hagestolz wird von Sodbrennen gequält, dem brennenden Schmerz in Hals und Magen, den bereits die alten Griechen als Pyrosis kennen. Ausgelöst durch unausgewogene Ernährung, oft in Verbindung mit Alkohol und Tabak, entsteht zu viel Magensäure, die in der Speiseröhre nach oben drängt. Mit Experimenten am eigenen Leib forscht der 25-jährige Bullrich nach einem Mittel, das die überschüssige Magensäure bindet. Er findet es im Natrium-Bikarbonat, einem einfachen Naturstoff. Noch aber ist Bullrich nur Angestellter und so hält er seine Erfindung zunächst geheim.

Erst 1834, als selbstständiger Unternehmer, beginnt Bullrich sein Salz in Papiertüten unter seinem Namen zu verkaufen und macht schnell glänzende Geschäfte. “Marketingtechnisch eine wunderbare Idee”, lobt der Werbeexperte Gerschwitz. “Einfach einen vorhandenen Grundstoff in Tüten zu füllen, seinen eigenen Namen draufzuschreiben und als Markenartikel zu verkaufen.” Bullrich ist so stolz auf seine Erfindung, dass er sie im ganzen Reich als “Universal-Reinigungs-Salz” gegen sämtliche Magen-Darm-Erkrankungen und sogar Cholera anpreist.

60-jähriger Salz-Krieg

Kinderlos und wohlhabend stirbt August Wilhelm Bullrich 1859 mit nur 57 Jahren. Seine Witwe übergibt die Firma A.W. Bullrich an eine Nichte, was umgehend die Geschwister des Firmengründers auf den Plan ruft. Sie melden ihrerseits Ansprüche auf das lukrative Geschäft an und gründen das Konkurrenzunternehmen C.W. Bullrich. Daraus entwickelt sich in den folgenden 60 Jahren eine bitterböse Familienfehde mit schier endlosen Betrügereien und Patentkriegen bis hin zu einem Mord. Ein beispielloses Firmen-Drama, dem der Autor Gerschwitz in seinem Buch “Bullrich-Salz: Marke, Mythos, Magensäure” akribisch nachgeht.

Im Jahr 1924 – alle Beteiligten des Bullrich-Kriegs sind längst gestorben – gelangen beide Firmen in den Besitz der Familie Spielhagen. Mit originellen Reklamesprüchen wie “Der Kater kommt vom Alkohol, doch Bullrich tut dem Magen wohl” oder “Bei jedem Brand die Feuerwehr, bei Sodbrand aber Bullrich her” macht sie das Magensalz überaus populär. Einige der Slogans stammen vermutlich aus der Feder von Elly Heuss-Knapp, der Ehefrau des späteren ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Vor ihrem Erfindungsreichtum als Werbetexterin zieht der Reklamefachmann Gerschwitz noch heute den Hut. Sein Lieblingsspruch: “Warte nicht, bis du ergrimmt bist. Nimm Bullrich-Salz, wenn du verstimmt bist.”

Die Sprüche passen sich dem Geschmack der Zeit an, das Produkt jedoch nicht. Bis in die Gegenwart ist der Sodbrand-Blocker, dessen Weltrechte seit 1982 ein hessisches Unternehmen hält, noch exakt dasselbe Produkt, das August Wilhelm Bullrich 1827 erfunden hat: reines Natrium-Bikarbonat.

Stand: 02.06.2012

Quelle



Und noch die Nachberichterstattung:

WALD aktuell, die Stadtteilzeitung aus dem Verlag B.Boll in Solingen, resümierte in der Ausgabe vom 7. Dezember über die erfolgreiche Präsentation des Bildbandes über die Walder Kirche: