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Sprichwörter, Nr. 2



Sprichwörter, Nr. 1



Gemeinschaftsprojekt: »Jede Menge Erben«

Die meisten meiner Bücher wurden im “on-demand“-Verfahren publiziert, d.h. sie werden erst nach Eingang einer Bestellung produziert und ausgeliefert. Das nimmt aber zumeist nur so wenig Zeit in Anspruch, dass die Kunden den Unterschied kaum feststellen. Ich bediene mich dort des Anbieters BoD aus Norderstedt bei Hamburg. Dieser bietet auf seiner Website auch ein Forum für Autoren und solche, die es werden wollen, an, in dem alle Fragen rund ums Schreiben und die Buchherstellung sowie viele andere Themen zum Teil recht kontrovers diskutiert werden.

Nun hat der BoD-Autorenpool – gestützt auf die Idee, Organisation ud Durchführung eines Mitglieds – ein Gemeinschaftsbuch herausgebracht, in dem 22 Autorinnen und Autoren ihre Erzählung zum Thema “Erbe“ beigesteuert haben. Einer von diesen Autoren bin auch ich – aber über die Erzählung “Der west-östliche Tresen“ hinaus zeichne ich auch für Buchtitel, Umschlaggestaltung und Klappentext verantwortlich. Des Weiteren betreibe ich auch eine Facebook-Seite, auf der alle 22 Autoren mit ihren Beiträgen der Reihe nach vorgestellt werden.

Jede Menge Erben“ (220 Seiten) kostet € 11,90 und ist im Buchhandel (ISBN 978-3-73223-678-7) sowie bei allen Online-Anbietern erhältlich.

Autoren
Manu Wirtz: »Gaias Erbe«
Andreas Hunziker: »Das Parushka-Syndrom«
Barbara Schilling: »Die kindliche Madonna«
Klaus Kesemeyer: »Nichts wurde mir vererbt«
Thomas Becks: »81er Beerenauslese«
Richard Bercanay: »Das Haus des Onkel Ev«
Heidi Christina Jaax: »Die Perlenkette«
Pamela Menzel: »Mutters Erbe«
Martin Abraham: »Das Filmerbe«
Kristina Kesselring: »Die Mutter aller Monster«
Michael Heinisch: »Sing mir eines deiner Lieder«
Maryanne Becker: »Das Kraft-Erbe«
Christel K. Haas: »Sauenpower«
Gabriele Hefele: »Der Fresstrieb«
Siegfried Dierker: »Wen juckt’s«
Grit Steinweller: »Helgas Martyrium«
Hans-Hubert Streusalzwiese: »Horror Vacui«
Arne Hilke: »Treue nach vorne«
Göran Fiedler: »Akademisches Fehlverhalten«
Philip Asazzino Bogner: »Nicht mehr hier«
Gerrit Fischer: »Die MeErkenntnis«
Matthias Gerschwitz: »Der west-östliche Tresen«



2222 Euro für die Denkmalstiftung

So übertitelte WALD aktuell die Meldung über die Scheckübergabe an die Denkmalstiftung Walder Kirche. Aus dem Verkauf des Bildbandes »Mittendrin« konnte Matthias Gerschwitz dem Vorstand am 30. August die Euro-Schnapszahl überreichen. Möglich wurde das durch die vielen Käufer des Buches, die mit dem Erwerb ihre Verbundenheit mit der Kirche und dem Stadtteil Wald ausdrückten. Ihnen allen gebührt ein großer Dank!



Ohne Bullrichs kein »Schwarzer Kanal«

Wieder einmal hat sich die Märkische Allgemeine am 17.09.2012 der Familie Bullrich aus Teupitz und ihrer (angeblichen) Verbindung zu Karl-Eduard von Schnitzler, dem Chef-Agitator des Fernsehens der DDR – auch “Sudel-Ede” genannt – gewidmet. Schnitzler hatte ja behauptet, seine Großmutter entstamme einer außerehelichen Liason seiner Urgroßmutter, die mit dem Magensalz-Fabrikanten Bullrich verheiratet gewesen sei, mit dem späteren Kaiser Friedrich III. (»99 Tage-Kaiser«). Auch in diesem Artikel greift die Zeitung auf die Recherche des Familienforschers Werner Timann und mein Buch »Bullrich Salz – Marke, Mythos, Magensäure« zurück.

Tatsächlich sind aber auch die Teupitzer Bullrichs eng mit Bullrich-Salz verbunden: Nichte und Neffe des August Wilhelm Bullrich, die in Teupitz aufwuchsen, führten die Geschäfte des Bullrich Salz-Erfinders bis zum Verkauf der Firma im Jahre 1920.



Der WDR feiert August Wilhelm Bullrich

Am 2. Juni wäre August Wilhelm Bullrich – Apotheker I. Klasse und Erfinder des Bullrich-Salz – 210 Jahre alt geworden. Der WDR widmete sich diesem Ereignis in seiner “Stichtag”-Sendung auf WDR 2:

Der Langtext des WDR zum Stichtag:

Zwei Kinoklassikern verdankt der Filmfan Matthias Gerschwitz die Idee zu einem Buch, das selbst alle Zutaten für ein spannendes Leinwand-Drama bietet. Mit dem geschulten Auge des “Werbefritzen” (O-Ton Gerschwitz) fallen dem Berliner Kommunikationswirt im deutschen Stummfilm “Berlin – Die Sinfonie der Grosstadt” von 1927 und in Ernst Lubitschs amerikanischer Komödie “Rendezvous nach Ladenschluß” (1940) mehrere Szenen auf, in denen ein bis heute gebräuchlicher Markenartikel eine Rolle spielt: das Bullrich-Salz.

Neugierig geworden recherchiert Gerschwitz die Geschichte des einst weltweit vertriebenen Magen-Heilmittels. Dabei deckt der Werbeprofi und Autor eine geradezu irrwitzige Firmen-Story auf, bei der man sich wundert, dass Bullrich-Salz als einer der ältesten deutschen Markenartikel in 185 Jahren nie aus Drogerien und Apotheken verschwunden ist.

Wunderbare Marketing-Idee

Die Geschichte beginnt mit dem am 2. Juni 1802 geborenen Berliner Apotheker August Wilhelm Bullrich. Der stattlich schlanke Hagestolz wird von Sodbrennen gequält, dem brennenden Schmerz in Hals und Magen, den bereits die alten Griechen als Pyrosis kennen. Ausgelöst durch unausgewogene Ernährung, oft in Verbindung mit Alkohol und Tabak, entsteht zu viel Magensäure, die in der Speiseröhre nach oben drängt. Mit Experimenten am eigenen Leib forscht der 25-jährige Bullrich nach einem Mittel, das die überschüssige Magensäure bindet. Er findet es im Natrium-Bikarbonat, einem einfachen Naturstoff. Noch aber ist Bullrich nur Angestellter und so hält er seine Erfindung zunächst geheim.

Erst 1834, als selbstständiger Unternehmer, beginnt Bullrich sein Salz in Papiertüten unter seinem Namen zu verkaufen und macht schnell glänzende Geschäfte. “Marketingtechnisch eine wunderbare Idee”, lobt der Werbeexperte Gerschwitz. “Einfach einen vorhandenen Grundstoff in Tüten zu füllen, seinen eigenen Namen draufzuschreiben und als Markenartikel zu verkaufen.” Bullrich ist so stolz auf seine Erfindung, dass er sie im ganzen Reich als “Universal-Reinigungs-Salz” gegen sämtliche Magen-Darm-Erkrankungen und sogar Cholera anpreist.

60-jähriger Salz-Krieg

Kinderlos und wohlhabend stirbt August Wilhelm Bullrich 1859 mit nur 57 Jahren. Seine Witwe übergibt die Firma A.W. Bullrich an eine Nichte, was umgehend die Geschwister des Firmengründers auf den Plan ruft. Sie melden ihrerseits Ansprüche auf das lukrative Geschäft an und gründen das Konkurrenzunternehmen C.W. Bullrich. Daraus entwickelt sich in den folgenden 60 Jahren eine bitterböse Familienfehde mit schier endlosen Betrügereien und Patentkriegen bis hin zu einem Mord. Ein beispielloses Firmen-Drama, dem der Autor Gerschwitz in seinem Buch “Bullrich-Salz: Marke, Mythos, Magensäure” akribisch nachgeht.

Im Jahr 1924 – alle Beteiligten des Bullrich-Kriegs sind längst gestorben – gelangen beide Firmen in den Besitz der Familie Spielhagen. Mit originellen Reklamesprüchen wie “Der Kater kommt vom Alkohol, doch Bullrich tut dem Magen wohl” oder “Bei jedem Brand die Feuerwehr, bei Sodbrand aber Bullrich her” macht sie das Magensalz überaus populär. Einige der Slogans stammen vermutlich aus der Feder von Elly Heuss-Knapp, der Ehefrau des späteren ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Vor ihrem Erfindungsreichtum als Werbetexterin zieht der Reklamefachmann Gerschwitz noch heute den Hut. Sein Lieblingsspruch: “Warte nicht, bis du ergrimmt bist. Nimm Bullrich-Salz, wenn du verstimmt bist.”

Die Sprüche passen sich dem Geschmack der Zeit an, das Produkt jedoch nicht. Bis in die Gegenwart ist der Sodbrand-Blocker, dessen Weltrechte seit 1982 ein hessisches Unternehmen hält, noch exakt dasselbe Produkt, das August Wilhelm Bullrich 1827 erfunden hat: reines Natrium-Bikarbonat.

Stand: 02.06.2012

Quelle



Und noch die Nachberichterstattung:

WALD aktuell, die Stadtteilzeitung aus dem Verlag B.Boll in Solingen, resümierte in der Ausgabe vom 7. Dezember über die erfolgreiche Präsentation des Bildbandes über die Walder Kirche:



»Mittendrin«: Erfolgreiche Präsentation

Vor gut 200 Besuchern wurde am Mittwoch, den 23. November 2011, das erste Buch über eines der Solinger Wahrzeichen, der evangelischen Kirche Wald, in einer feierlichen Veranstaltung in eben dieser Kirche der Öffentlichkeit präsentiert: »Mittendrin« ist eine Kombination aus Bildband und Chronik; der großformatige hochwertige Band vermittelt die wechselvolle Geschichte der Gebäude am angestammten Platz bis hin zum bekannten, 1824 eingeweihten Bau in aufwändig recherchierter Geschichte und zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos. Der Großteil des Erlöses kommt der Denkmalstiftung Walder Kirche e.V. zugute, die sich der Erhaltung des Sakralbaus widmet.

Pfarrer Hartmut Schneider eröffnete die 90-minütige Veranstaltung mit einer Betrachtung des Begriffes »Mittendrin«, der ja viel mehr aussage als nur die rein örtliche Definition der Walder Kirche im Zentrum des Stadtteiles. Hans-Joachim Müller-Stöver, Vorstand der Denkmalstiftung, würdigte das Engagement des Autors Matthias Gerschwitz, der erst im Februar 2011 mit der Idee für das Buch und den daraus resultierenden Spenden an die Stiftung herangetreten war und das Projekt in nur wenigen Monaten realisierte. Ralf Rogge, Leiter des Solinger Stadtarchivs und selbst in Wald aufgewachsen, zeigte sich erfreut darüber, dass nun auch einem weiteren Wahrzeichen der Klingenstadt, zudem noch – mit dem Turm – dem ältesten Gebäude Solingens, ein würdiger Bildband gewidmet wurde.

Matthias Gerschwitz erzählte, wie er auf die Idee gekommen war und las im Anschluss einige Passagen aus dem Buch. Untermalt wurde die Veranstaltung von Sibylle Bujanowski (Geige) und Peter Gerschwitz (Cello), die Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger und Ludwig van Beethoven zum Vortrag brachten. Die Besucher dankten den Rednern wie auch den Musikern mit langem Applaus. Noch länger war anschließend die Schlange derer, die sich das Buch vom Autor signieren lassen wollten. Vorrätig ist der Bildband in der Solingen-Walder Buchhandlung »Bücherwald«. (Foto: Carsten CeKaDo Koch)

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten sowohl Solinger Morgenpost, Solinger Tageblatt als auch Radio RSG berichtet.



Die Berichterstattung geht weiter …

Am 2. November 2011 berichtete WALD aktuell, die Stadtteilzeitung des Solinger Tageblatt-Verlags über den Bildband, der am 23. November um 19 Uhr in der ev. Kirche Solingen-Wald (Walder Kirchplatz, 42719 Solingen) präsentiert wird:



Pressevorberichterstattung zu »Mittendrin«

Zu »Mittendrin – Die evangelische Kirche in Solingen-Wald« haben das Solinger Tageblatt und die Stadtteilzeitung WALD aktuell zwei schöne Vorberichterstattungen veröffentlicht:

Solinger Tageblatt, 1. Oktober 2011

WALD aktuell, 5. Oktober 2011