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2222 Euro für die Denkmalstiftung

So übertitelte WALD aktuell die Meldung über die Scheckübergabe an die Denkmalstiftung Walder Kirche. Aus dem Verkauf des Bildbandes »Mittendrin« konnte Matthias Gerschwitz dem Vorstand am 30. August die Euro-Schnapszahl überreichen. Möglich wurde das durch die vielen Käufer des Buches, die mit dem Erwerb ihre Verbundenheit mit der Kirche und dem Stadtteil Wald ausdrückten. Ihnen allen gebührt ein großer Dank!



Ohne Bullrichs kein »Schwarzer Kanal«

Wieder einmal hat sich die Märkische Allgemeine am 17.09.2012 der Familie Bullrich aus Teupitz und ihrer (angeblichen) Verbindung zu Karl-Eduard von Schnitzler, dem Chef-Agitator des Fernsehens der DDR – auch “Sudel-Ede” genannt – gewidmet. Schnitzler hatte ja behauptet, seine Großmutter entstamme einer außerehelichen Liason seiner Urgroßmutter, die mit dem Magensalz-Fabrikanten Bullrich verheiratet gewesen sei, mit dem späteren Kaiser Friedrich III. (»99 Tage-Kaiser«). Auch in diesem Artikel greift die Zeitung auf die Recherche des Familienforschers Werner Timann und mein Buch »Bullrich Salz – Marke, Mythos, Magensäure« zurück.

Tatsächlich sind aber auch die Teupitzer Bullrichs eng mit Bullrich-Salz verbunden: Nichte und Neffe des August Wilhelm Bullrich, die in Teupitz aufwuchsen, führten die Geschäfte des Bullrich Salz-Erfinders bis zum Verkauf der Firma im Jahre 1920.



Der WDR feiert August Wilhelm Bullrich

Am 2. Juni wäre August Wilhelm Bullrich – Apotheker I. Klasse und Erfinder des Bullrich-Salz – 210 Jahre alt geworden. Der WDR widmete sich diesem Ereignis in seiner “Stichtag”-Sendung auf WDR 2:

Der Langtext des WDR zum Stichtag:

Zwei Kinoklassikern verdankt der Filmfan Matthias Gerschwitz die Idee zu einem Buch, das selbst alle Zutaten für ein spannendes Leinwand-Drama bietet. Mit dem geschulten Auge des “Werbefritzen” (O-Ton Gerschwitz) fallen dem Berliner Kommunikationswirt im deutschen Stummfilm “Berlin – Die Sinfonie der Grosstadt” von 1927 und in Ernst Lubitschs amerikanischer Komödie “Rendezvous nach Ladenschluß” (1940) mehrere Szenen auf, in denen ein bis heute gebräuchlicher Markenartikel eine Rolle spielt: das Bullrich-Salz.

Neugierig geworden recherchiert Gerschwitz die Geschichte des einst weltweit vertriebenen Magen-Heilmittels. Dabei deckt der Werbeprofi und Autor eine geradezu irrwitzige Firmen-Story auf, bei der man sich wundert, dass Bullrich-Salz als einer der ältesten deutschen Markenartikel in 185 Jahren nie aus Drogerien und Apotheken verschwunden ist.

Wunderbare Marketing-Idee

Die Geschichte beginnt mit dem am 2. Juni 1802 geborenen Berliner Apotheker August Wilhelm Bullrich. Der stattlich schlanke Hagestolz wird von Sodbrennen gequält, dem brennenden Schmerz in Hals und Magen, den bereits die alten Griechen als Pyrosis kennen. Ausgelöst durch unausgewogene Ernährung, oft in Verbindung mit Alkohol und Tabak, entsteht zu viel Magensäure, die in der Speiseröhre nach oben drängt. Mit Experimenten am eigenen Leib forscht der 25-jährige Bullrich nach einem Mittel, das die überschüssige Magensäure bindet. Er findet es im Natrium-Bikarbonat, einem einfachen Naturstoff. Noch aber ist Bullrich nur Angestellter und so hält er seine Erfindung zunächst geheim.

Erst 1834, als selbstständiger Unternehmer, beginnt Bullrich sein Salz in Papiertüten unter seinem Namen zu verkaufen und macht schnell glänzende Geschäfte. “Marketingtechnisch eine wunderbare Idee”, lobt der Werbeexperte Gerschwitz. “Einfach einen vorhandenen Grundstoff in Tüten zu füllen, seinen eigenen Namen draufzuschreiben und als Markenartikel zu verkaufen.” Bullrich ist so stolz auf seine Erfindung, dass er sie im ganzen Reich als “Universal-Reinigungs-Salz” gegen sämtliche Magen-Darm-Erkrankungen und sogar Cholera anpreist.

60-jähriger Salz-Krieg

Kinderlos und wohlhabend stirbt August Wilhelm Bullrich 1859 mit nur 57 Jahren. Seine Witwe übergibt die Firma A.W. Bullrich an eine Nichte, was umgehend die Geschwister des Firmengründers auf den Plan ruft. Sie melden ihrerseits Ansprüche auf das lukrative Geschäft an und gründen das Konkurrenzunternehmen C.W. Bullrich. Daraus entwickelt sich in den folgenden 60 Jahren eine bitterböse Familienfehde mit schier endlosen Betrügereien und Patentkriegen bis hin zu einem Mord. Ein beispielloses Firmen-Drama, dem der Autor Gerschwitz in seinem Buch “Bullrich-Salz: Marke, Mythos, Magensäure” akribisch nachgeht.

Im Jahr 1924 – alle Beteiligten des Bullrich-Kriegs sind längst gestorben – gelangen beide Firmen in den Besitz der Familie Spielhagen. Mit originellen Reklamesprüchen wie “Der Kater kommt vom Alkohol, doch Bullrich tut dem Magen wohl” oder “Bei jedem Brand die Feuerwehr, bei Sodbrand aber Bullrich her” macht sie das Magensalz überaus populär. Einige der Slogans stammen vermutlich aus der Feder von Elly Heuss-Knapp, der Ehefrau des späteren ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Vor ihrem Erfindungsreichtum als Werbetexterin zieht der Reklamefachmann Gerschwitz noch heute den Hut. Sein Lieblingsspruch: “Warte nicht, bis du ergrimmt bist. Nimm Bullrich-Salz, wenn du verstimmt bist.”

Die Sprüche passen sich dem Geschmack der Zeit an, das Produkt jedoch nicht. Bis in die Gegenwart ist der Sodbrand-Blocker, dessen Weltrechte seit 1982 ein hessisches Unternehmen hält, noch exakt dasselbe Produkt, das August Wilhelm Bullrich 1827 erfunden hat: reines Natrium-Bikarbonat.

Stand: 02.06.2012

Quelle



Und noch die Nachberichterstattung:

WALD aktuell, die Stadtteilzeitung aus dem Verlag B.Boll in Solingen, resümierte in der Ausgabe vom 7. Dezember über die erfolgreiche Präsentation des Bildbandes über die Walder Kirche:



»Mittendrin«: Erfolgreiche Präsentation

Vor gut 200 Besuchern wurde am Mittwoch, den 23. November 2011, das erste Buch über eines der Solinger Wahrzeichen, der evangelischen Kirche Wald, in einer feierlichen Veranstaltung in eben dieser Kirche der Öffentlichkeit präsentiert: »Mittendrin« ist eine Kombination aus Bildband und Chronik; der großformatige hochwertige Band vermittelt die wechselvolle Geschichte der Gebäude am angestammten Platz bis hin zum bekannten, 1824 eingeweihten Bau in aufwändig recherchierter Geschichte und zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos. Der Großteil des Erlöses kommt der Denkmalstiftung Walder Kirche e.V. zugute, die sich der Erhaltung des Sakralbaus widmet.

Pfarrer Hartmut Schneider eröffnete die 90-minütige Veranstaltung mit einer Betrachtung des Begriffes »Mittendrin«, der ja viel mehr aussage als nur die rein örtliche Definition der Walder Kirche im Zentrum des Stadtteiles. Hans-Joachim Müller-Stöver, Vorstand der Denkmalstiftung, würdigte das Engagement des Autors Matthias Gerschwitz, der erst im Februar 2011 mit der Idee für das Buch und den daraus resultierenden Spenden an die Stiftung herangetreten war und das Projekt in nur wenigen Monaten realisierte. Ralf Rogge, Leiter des Solinger Stadtarchivs und selbst in Wald aufgewachsen, zeigte sich erfreut darüber, dass nun auch einem weiteren Wahrzeichen der Klingenstadt, zudem noch – mit dem Turm – dem ältesten Gebäude Solingens, ein würdiger Bildband gewidmet wurde.

Matthias Gerschwitz erzählte, wie er auf die Idee gekommen war und las im Anschluss einige Passagen aus dem Buch. Untermalt wurde die Veranstaltung von Sibylle Bujanowski (Geige) und Peter Gerschwitz (Cello), die Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger und Ludwig van Beethoven zum Vortrag brachten. Die Besucher dankten den Rednern wie auch den Musikern mit langem Applaus. Noch länger war anschließend die Schlange derer, die sich das Buch vom Autor signieren lassen wollten. Vorrätig ist der Bildband in der Solingen-Walder Buchhandlung »Bücherwald«. (Foto: Carsten CeKaDo Koch)

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten sowohl Solinger Morgenpost, Solinger Tageblatt als auch Radio RSG berichtet.



Die Berichterstattung geht weiter …

Am 2. November 2011 berichtete WALD aktuell, die Stadtteilzeitung des Solinger Tageblatt-Verlags über den Bildband, der am 23. November um 19 Uhr in der ev. Kirche Solingen-Wald (Walder Kirchplatz, 42719 Solingen) präsentiert wird:



Pressevorberichterstattung zu »Mittendrin«

Zu »Mittendrin – Die evangelische Kirche in Solingen-Wald« haben das Solinger Tageblatt und die Stadtteilzeitung WALD aktuell zwei schöne Vorberichterstattungen veröffentlicht:

Solinger Tageblatt, 1. Oktober 2011

WALD aktuell, 5. Oktober 2011



Neue Buchseiten

Der große Aussiger hat nun eine eigene Seite und auch Mittendrin – Die evangelische Kirche in Solingen-Wald (Erscheinungstermin 24.11.2011; Vorbestellungen ab sofort möglich) ist hier zu finden.



Familiengeschichte

… und gleich noch eines:

Lange hatte ich schon geplant, die Familiengeschichte in Buchform zu gießen, aber man kommt ja selten dazu, alle Planungen auch tatsächlich zu realisieren. Der 90. Geburtstag meiner Tante bot sich als Gelegenheit geradezu an, ihr ein Buch über ihren Vater – meinen Großvater – zu schenken … quasi als Auftakt zur gedruckten Familienchronik. Obwohl mich dieser Großvater getauft hat, habe ich ihn nie kennengelernt, denn er lebte in der DDR und verstarb 1963. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich ihm dieses Buch habe widmen können.

Carl Friedrich Gerschwitz

Klappentext:

Carl Friedrich Gerschwitz, Sohn eines Missionars der Herrnhuter Brüdergemeine und Enkel eines Predigers, der später ebenfalls in die Missionsarbeit wechselte, setzte die Tradition seiner Vorfahren fort; zunächst als Lehrer und Pfarrer der Brüdergemeine, später als Pfarrer der schlesischen und der sächsischen Landeskirche.

Sein Leben zwischen kaiserlicher Kolonialzeit und Deutscher Demokratischer Republik, zwischen der Suche nach Heimat und den Strapazen der Flucht  ist gekennzeichnet durch den unerschütterlichen  Glauben an die Himmlische Führung und zeichnet ein Bild, das für seine Zeit so typisch ist – und doch ganz eigen.

Dieses Buch entstand auf Grundlage eines Lebensberichtes, den Carl Friedrich Gerschwitz wenige Wochen vor seinem Tode 1963 verfasste. Obwohl er mit großem Abstand aufgeschrieben wurde, atmet er die Aktualität der jeweiligen Stunde – so detailreich und plastisch richtet sich der Blick auf ein nicht immer einfaches und doch mit großer Demut geführtes Leben.



Der große Aussiger – Eine Annäherung an Johann Schicht

Heute habe ich das große Vergnügen, wieder einmal ein fertiggestelltes Buch zu präsentieren:

 

Der große Aussiger

 

Klappentext:

Im Jahre 2007 startete die Lokalzeitung von Usti nad Labem, »Ustecky denik«, eine Umfrage, wen ihre Leser für den größten und bedeutendsten Sohn der Stadt hielten. Der Sieger: Johann Schicht. Wer ist dieser Mann, der auch einhundert Jahre nach seinem Tod 1907 noch so populär ist, dass er zum »größten Aussiger« avancierte? Matthias Gerschwitz versucht in seinem Buch eine Annäherung an den nordböhmischen Menschenfreund und Kaufmann Johann Schicht sowie sein Lebenswerk: das Unternehmen Georg Schicht A.G. – die ›Schichtwerke‹ in Aussig an der Elbe.

Etwas zur Entstehung:

Als ich für mein Buch »Molle und Medaille« – die Geschichte der ältesten Kneipe Berlin-Charlottenburgs – recherchierte, führte mich mein Weg auch nach Aachen zu einem Enkel des Kneipengründers. Eine spätere zufällige Begegnung in Berlin führte diesen Enkel zu der Idee, die Geschichte seines Urgroßvaters aus der mütterlichen Linie – eben jenes Johann Schicht, der von 1855 bis 1907 lebte – in Buchform gießen zu lassen. So gab er mir den Auftrag zur Recherche und zum Schreiben des vorliegenden Buches sowie zur Produktion von 200 Exemplaren für seinen Eigenbedarf.

Bei der Recherche, die ich leider nicht vor Ort in Usti nad Labem (dem ehemaligen Aussig an der Elbe, auf halbem Wege zwischen Dresden und Prag gelegen) durchführen konnte, da das Stadtarchiv keine Unterlagen besitzt und das alte Firmenarchiv noch nicht gesichtet und sortiert ist, fand ich sehr spannende Dinge heraus: So spielt in einem Kapitel ein Berliner Restaurant eine Rolle, das Carl Zuckmayr als Spielort des 1. Aktes von »Des Teufels General« verwendet hat. Und es stellte sich heraus, dass die Idee des »Volkswagens« gar nicht von Ferdinand Porsche – und noch weniger von Adolf Hitler – stammt, sondern schon viel älter ist.

Die Georg Schicht A.G. – Johann Schichts Vater hatte sie gegründet, der Sohn aber auf den Weg zum Weltruhm gebracht – gehörte 1929 zu den Gründungsfirmen der österreichischen Unilever und ging 1939 in die mittlerweile deutsche Unilever auf. (Zur Unilever gehören Marken wie z.B. Rama und Lätta, Sunil und Omo, Iglo und Langnese etc.)

Da das Thema recht speziell ist und eine Zielgruppe jenseits der Familie verschwindend gering, kamen wir zu dem Entschluss, dieses Buch als reine Privatsache ohne offizielle Veröffentlichung zu erstellen. Trotzdem habe ich die Erlaubnis, Bücher auch extern zu verkaufen. Wer interessiert ist, kann ein Ex. für € 19,90 erwerben. Für Bestellungen aus dem Ausland muss ich leider € 5,00 Porto- und Versandkostenanteil berechnen. Ab einer Menge von drei (3) Büchern liefere ich portofrei.

eMail mit Rechnungsadresse genügt. Hier gibt’s was zum Schnuppern.